Am Sonntag, dem 2. März erklingt ein Programm, in dem eine vielfältige Auswahl der Gedichte Mascha Kalékos zu hören sein wird. Michael Partheil hat sie in Musik gesetzt und in einen inhaltlichen Zusammenhang gestellt. Das Programm namens „Diesseits & Jenseits“ spielt auf historische, geografische und spirituelle Bezüge an. Mascha Kaléko, eine deutsche jüdische Dichterin war 1939 gezwungen ihre Heimat Berlin zu verlassen. Die Vertonungen der Gedichte erklingen in Trio Besetzung: Michael Partheil (Stimme & Gitarre) Sylvia Schade (Violine) und Udo Brenner (Kontrabass) Das Konzert beginnt um 17 Uhr im Saal der Evangelischen Freikirche Ober-Ramstadt in der Falconstraße 2 am Miag-Park, der Eintritt ist frei. Musiker und Gemeinde freuen sich über Spenden!
Anmerkungen zum Programm
Im Januar des Jahres 1938, drei Jahre nach dem, von den Nationalsozialisten verhängten, Schreibverbot und dem Ausschluss aus der Reichsschriftums- kammer heiratet Mascha Kaléko ihren zweiten Mann, den Musiker Chemjo Vinaver. Schon im September emigriert die Familie über Hamburg und Paris in die USA, ihr gemeinsames Kind Evjatar (später Steven) ist da gerade 2 Jahre alt.
Mehrfach wechseln sie den Wohnort, (inklusive 6 Monate in Hollywood) bis sie 1942 in der Minetta Street im New Yorker Stadtteil Greenwich Village eine Art zweite Heimat finden. MK macht Übersetzungen, verfasst Werbetexte und managt den neugegründeten Chor ihres Mannes.
Der Name Mascha Kaléko ist mir im Laufe meines Lebens lange Jahre nur in Büchern für Kinder und in Gedichtbänden und Liederheften für diese Zielgruppe unter die Augen gekommen. Erst als ich die 50 schon deutlich überschritten hatte entdeckte ich mehr aus ihrem lyrischen Schaffen und einige ihrer Gedichte über die Liebe lockten mich sogar, sie in Melodien und Harmonien zu kleiden.
"Von Montagfrüh bis Wochenend..." Mascha Kaléko: Gedichte über das Leben der kleinen Leute in der großen Stadt Berlin.
Musikalisch in Szene gesetzt von Michael Partheil.
Literarisches Konzert im Prälat-Diehl-Haus in Ober-Ramstadt am Sonntag den 15.2.2026 um 18.00 Uhr - Eintritt frei.